Gender Studies an der RUB – intersektional | interdisziplinär | international

Gender Studies ist eine noch relativ junge Forschungsdisziplin, die Geschlecht als Kategorie zur Analyse von Gesellschaft und Kultur in verschiedenen historischen, kulturellen oder politischen Kontexten einsetzt. Gender verweist auf die soziale und kulturelle Konstruiertheit von Geschlecht, Rollenvorstellungen und Normen. Da Geschlecht als soziale Kategorie nie allein, sondern immer mit anderen Kategorien wie Ethnizität, Körper oder Alter in Zusammenhang steht, lernen Studierende aus intersektionaler Perspektive geschlechterhierarchische Realitäten wahrzunehmen, gesellschaftliche Entwicklungen mit Blick auf die Geschlechterverhältnisse kritisch zu hinterfragen und Methoden und Instrumente zur Schaffung von Chancengleichheit kennen. Dabei werden auch u. a. Forschungsrichtungen wie Männlichkeitsforschung, Postcolonial Studies, Disability Studies, Critical Whiteness Studies und Queer Studies in den Blick genommen.

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Maximiliane Brand, M.A.
Studienfachkoordination Gender Studies
GD E1 Raum 337
Telefon: +49 (0)23432-26646

Creating Gender Knowledge Networks – Building Bridges to Society

Globale Veränderungen wie der Wandel politischer Kulturen, sozialer Ungleichheiten, medialer Welten, der Kunst und Kultur, der Arbeitswelt, der Digitalisierung, weltweiter Migrationsbewegungen und viele andere Faktoren wirken als Transmissionsriemen für sich teils dramatisch verändernde Geschlechterverhältnisse. Die mit der Kategorie Geschlecht verbundenen komplexen Diskurse und Kontroversen bedeuten für Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Kultur, Politik und Kirche eine besondere Herausforderung; dies erklärt den wachsenden Bedarf nach wissenschaftlicher Reflexion und dem Transfer von Gender-Wissen.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, arbeiten die im Marie Jahoda Center for International Gender Studies engagierten Wissenschaftler*innen in intersektionaler Perspektive zusammen. Um Ungleichheitsverhältnisse in ihrer ganzen Komplexität zu erfassen, werden Wechselwirkungen mit anderen Kategorien wie etwa Klasse, Behinderung, Alter, Religion, sexueller Orientierung oder Ethnizität untersucht und gelehrt.

Das MaJaC ist eine wissenschaftliche Einrichtung in der Trägerschaft der Fakultäten für Geschichtswissenschaften, Sozialwissenschaft und Philologie. Zur Satzung des MaJaC