Misch dich ein – Mach Politik vor Ort! Podcast

Interviewpodcast von Alina Adrian, Teilnehmerin bei ‚Misch dich ein‘, und Eva Kirchhoff, Kommunalpolitikerin.
Das Gespräch entstand aus dem Wunsch heraus, kommunalpolitische Akteurinnen über sechzig sichtbar zu machen und ihren Werdegang zu erzählen.

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Marie Jahoda Fellows: Vortragsreihe

In dieser Reihe dokumentieren wir Vorträge der Marie Jahoda Fellows, die seit 2022 zu Forschungsaufenthalten an die Ruhr-Universität Bochum kommen.

Intersectionality Revisited: An African Perspective

Prof. Zintombizethu Matebeni (University of Fort Hare, South Africa)

(25.10.2022)

Theatre of/for Disobedience: An African Queer Resistance

Dr. Princess A. Sibanda (University Fort Hare, South Africa)

(17.01.2024)

‚Art of the Cool Kids‘: Locating Queer Art in China

Dr. Hongwei Bao (University of Nottingham)

(04.12.2024)

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Parität, Diversität und Solidarität im Kunstbetrieb

100 Jahre ist es her, dass Frauen an den staatlichen Kunstakademien zugelassen wurden und damit ein Meilenstein innerhalb des langen Professionalisierungskampfes von Künstlerinnen in Deutschland getan wurde. Weiblichkeit fungiert dabei bis in die Gegenwart als eine von vielen, häufig miteinander verschränkten, hierarchisierenden und ausschließenden Kategorien, die seit jeher auch in transnationalen Kunstinstitutionen etabliert und konstruiert werden. Obwohl sich ab den 1950er Jahren zumindest ein kontinuierlicher Anstieg der Präsenz von Frauen an deutschen Kunstakademien verzeichnen lässt, hielt ihre Benachteiligung im Kunstbetrieb an. In Reaktion darauf widmete sich ein Teil der Frauenbewegung der 1970er Jahre – gemeinsam mit ihren Verbündeten aus anderen Freiheitsbewegungen – sowohl theoretisch als auch künstlerisch der Bekämpfung der institutionalisierten Ungleichheit der Geschlechter; Schwarze Frauen zusammen mit Frauen of Color unterstrichen dabei von Beginn an die Intersektionalität von strukturellen Ausschlussmechanismen. Zwar zeigen Studien minimale paritätische Veränderungen innerhalb des Feldes der zeitgenössischen Kunst seit den 1990er Jahren, doch sind Ungleichheiten weiterhin allgegenwärtig. Inwiefern die in allen Bundesländern vorgesehenen Frauen- oder Gleichstellungsbeauftragten das Kunstsystem zu transformieren vermögen, bleibt offen. Denn durch fortbestehende patriarchalische, anti-soziale und rassistische Strukturen und die daraus resultierenden Machtgefälle wird der Mythos des – weißen, heterosexuellen, cisgender und ‚fähigen’ – männlichen Genies in allen Bereichen des Feldes nur sehr zögerlich destabilisiert.

Während des Symposiums werden sowohl Ursachen hinsichtlich verschränkter Machtstrukturen und Ausgrenzungsmechanismen analysiert als auch Vorschläge diskutiert, die diese zu überwinden vermögen. Wie kann eine Gleichstellung im Kunstbetrieb erreicht werden, die von Anfang an Faktoren wie Migrations- und Bildungshintergrund, sexuelle Orientierung und körperliche und neuronale Differenz bereits seit der Ausbildung mitbedenkt?

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Kunstgeschichtlichen Instituts, des Marie Jahoda Center For International Gender Studies (MaJaC) der Ruhr-Universität Bochum und reboot: responsiveness, Kölnischer Kunstverein und Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf. Sie fand am 7./8.10.2021 statt. Weitere Informationen und eine Video-Dokumentation weiterer Vorträge der Veranstaltung finden Sie hier: https://vimeo.com/644259336

Parität und Solidarität im Kunstbetrieb? Ein Blick in die Archivbestände des Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung

apl. Prof. Dr. Nadine Oberste-Hetbleck (Universität zu Köln)

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#MeToo in Science

Die #MeToo-Debatte, die seit dem Jahr 2017 insbesondere die internationale Medien-, Kunst- und Kulturszene erschüttert, erhöhte auch an den Hochschulen in Deutschland die Aufmerksamkeit für das bis dahin stark tabuisierte Themenfeld der sexualisierten Diskriminierung und Gewalt. Im hochschulischen Alltag zeigt sich jedoch auch: Der Weg hin zu einem offeneren Diskurs über sexualisierte Diskriminierung und Gewalt ist weit. Im Fokus der Tagung stehen die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Umgang mit sexualisierter Diskriminierung und Gewalt sowie innovative Präventionsmaßnahmen an Hochschulen.

Mit der Podcast-Serie #MeToo in Science dokumentieren wir Beiträge der Online-Tagung, die das Marie Jahoda Center for International Gender Studies der RUB gemeinsam mit dem Gender Zentrum und der Gleichstellungsbeauftragten der Universität Paderborn am 17.6./1.7.2021 ausgerichtet hat.

Modelle für innovative Prävention an Hochschulen

Präsentationensammlung

Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt an Hochschulen – Die rechtlichen Rahmenbedingungen (Einführung)

Prof. Dr. Katja Sabisch & Dr. Beate von Miquel (Ruhr-Universität Bochum)

Rechtsprechung und juristische Diskurse zu sexueller Belästigung an Hochschulen

Prof. Dr. Ulrike Lembke (Humboldt-Universität Berlin)

MeToo in Science: Juristische Verfahrensweisen und Praxen an Hochschulen

Prof. Dr. Eva Kocher (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder)

Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt an Hochschulen – Wege zu innovativer Prävention (Einführung)

Prof. Dr. Birgitt Riegraf & Prof. Dr. Antje Langer (Universität Paderborn)

Ein Blick über den Tellerrand: das Forschungsprojekt UniSAFE und Präventionsansätze aus dem Europäischen Forschungsraum

Dr. Anke Lipinsky (GESIS-Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften)

Von Gefahrenräumen und Angsträumen. Zur Bedeutung subjektiver Sicherheit in der Prävention sexualisierter Gewalt an Hochschulen

Dr. Lisa Mense (Universität Duisburg-Essen)

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Equal Care – Geschlecht. Verantwortung. Sorge.

Schon der Zweite Gleichstellungsbericht der Bundesregierung hebt hervor: Frauen verwenden durchschnittlich 52,4 Prozent mehr Zeit für nicht-entlohnte Care-Arbeit als Männer. Auch in Zeiten der zunehmend weiblichen Erwerbsbeteiligung ist Care-Arbeit eine weibliche Domäne. Ein ähnliches Bild zeichnet sich in den professionalisierten und informell ausgeübten Care-Beschäftigungen ab, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden.
Sie alle vereint eine mangelnde gesamtgesellschaftliche Anerkennung, prekäre Beschäftigungsverhältnisse und familiäre Mehrfachbelastungen. Seit Beginn der Corona-Krise hat sich diese Situation noch einmal verschärft und deutlich gemacht, welche strategische (System-)Relevanz Care-Tätigkeiten für eine Gesellschaft haben.

Mit der Podcast-Serie „Equal Care – Geschlecht. Verantwortung. Sorge“ dokumentieren wir eine Tagung, die das Marie Jahoda Center for International Gender Studies am 10./11.9.2020 in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung NRW und ver.di NRW Abteilung Frauen- und Gleichstellungspolitik durchgeführt hat. Neben einer aktuellen wissenschaftlichen Bestandsaufnahme der Care-Situation führte sie, moderiert von Andrea Blome (Münster), auch Akteur*innen aus verschiedenen wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Bereichen zu einem Dialog zusammen.

We care a lot. Alte und neue Perspektiven auf Sorgearbeit und Liebe

Prof. Dr. Katja Sabisch

Elternzeitreformen, Grundrente und Corona-Applaus: Zum Gender Care Gap und den Versuchen, ihn gesellschaftlich zu adressieren

Prof. Dr. Ute Klammer

Pflegearbeit im Sperrmodus. Care-Migration in Zeiten von Covid 19

Prof. Dr. Helma Lutz

Caring Masculinities. Der mögliche Beitrag von Männern zum Wandel privater Fürsorgearrangements

Prof. Dr. Sylka Scholz

Gendergesichtspunkte in der Sorge für die Seele

Prof. Dr. Isolde Karle

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Gender-Wahnsinn?! Antifeminismus und Antigenderismus als gesellschaftliche Phänomene

n öffentlichen und medialen Diskursen ist immer wieder vom „Gender Gaga“ oder „Gender Wahnsinn“ die Rede. Geschlechterforschung wie Gleichstellungspolitiken werden als „Gender Ideologie“ diffamiert – und dies keineswegs nur von der extremen Rechten. Vielmehr sind Antifeminismus und Antigenderismus inzwischen in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen.

In unserer dreiteiligen Podcast-Serie gehen Expert*innen dem gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs über die Kategorie Geschlecht aus verschiedenen Perspektiven nach. Die ursprünglich für Mai 2020 im Rahmen eines Symposiums an der Ruhr-Universität Bochum geplanten Vorträge möchte das MaJaC auf diesem Weg einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen.

Diese Podcast-Serie wird aus Mitteln des Programmes „Lore-Agnes-Projekte“ der Ruhr-Universität Bochum gefördert und findet in Kooperation mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (NRW/Bund) statt.

Gender Gaga. Zur problematischen Politisierung einer Kategorie

Prof. Dr. Paula-Irene Villa-Braslavsky (LMU München)

Hate Speech im Internet

Simone Rafael (Amadeu-Antonio-Stiftung Berlin)

Antifeminismus als Themenfeld in der extremen Rechten

Julia Haas, Dominik Schumacher (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus, NRW) und Dr. Beate von Miquel (Marie Jahoda Center for International Gender Studies, Ruhr-Universität Bochum)

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